![]() |
Liebe Aikidoka,
tief betroffen hat uns die Nachricht vom plötzlichen Tod von Peter
Haase. Mit dem Tode eines Menschen verliert man vieles - aber niemals, die mit ihm verbrachte Zeit. Gedanken müssen geordnet und Gefühle bewältigt werden. Manches klagt uns an, vieles hätten wir gerne noch besprochen, vielleicht auch einiges wieder gut gemacht.
Peter hat in seiner ihm eigenen Art das Tendoryu Aikido in Deutschland wesentlich geprägt und uns dafür begeistert. Es ist schwer, einen Menschen wie Peter zu verlieren, aber es ist ein Trost zu wissen, dass viele ihn geschätzt und gern hatten..
Peter, wir werden Dich nicht vergessen.
Dieter Benders
Aufgrund von Umbauten findet in der Zeit vom 30.1-7.2.2010 kein Aikido-Training in der Sportschule Reichenbach statt.
Die Auschreibungen für die Lehrgänge mit Shimizu Sensei sind nun verfügbar.
Gaijin überall. Morgens früh um 9 Uhr vor dem Tendokan in Tokyo an einem Feiertag (Tag des Sportes !), wo sonst nur die ersten Frühaufsteher ihre Hunde ausführen oder die letzten Barbesucher von ihren Freundinnen/Frauen den Gehweg entlang gezogtragen werden, wimmelte es von gepäckbestückten etwa 100 Ausländern. Wird der Tendokan im Morgengrauen von ausländischen Aikidoka im Sturm übernommen? Nein, es ist der Treffpunkt zur Abfahrt zum Weltseminar für aus aller Welt herbei gereiste Tendoryu Aikidoka.
Ein langes, kontinuierliches Training fällt meiner Meinung nach nicht immer nur leicht. Es ist daher notwendig, einen anderen Ansatzpunkt zu suchen, damit die Freude beim Training nicht nachläßt. Der Schlüssel dazu ist ‚Rei (Umgangsformen, gute Manieren, Dankbarkeit)’.
Ich weiß leider nicht genau, von wem die folgenden Worte stammen: „Wenn wir in einer friedlichen Welt ohne Blutvergießen leben wollen, müssen wir uns noch weit mehr als beim Blutvergießen bemühen.“
Genau diese Aussage entspricht dem Prinzip für mein Aikido.
In diesem Oktober feiern wir das 40. Gründungsjahr des Tendokan und die Gründung der NPO Stiftung ‚tendo world aikido’ mit einem Gründungsseminar. Die Zeit ist schnell vergangen, und auch ich bin entsprechend älter geworden.
Der heutige Interviewpartner ist Henry de La Trobe, der bereits seit seinem 5. Lebensjahr ein Tendokan Schüler ist und sich seitdem schon 38 Jahre intensiv dem Aikido widmet. Seine Eltern sind Deutsch und Japanisch, und Henry, der an den verschiedensten Orten auf der Erde Aikido trainiert hat, ist derzeit Generaldirektor der Firma Eletronic Arts. „Von Shimizu Sensei habe ich gelernt, auf das eigene Herz zu hören“ sagt Henry, und er erzählt uns ausführlich, auf welche Weise er Aikido in seiner Funktion als Generaldirektor verwenden kann.