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Brücken bauen

von Anja Münchschwander

Von O-Sensei M. Ueshiba, dem Begründer des Aikido und Lehrmeister von Shimizu Sensei, wissen wir, dass für ihn Aikido vor allem auch bedeutete, Brücken zwischen den Menschen zu bauen. Die Lehrgänge mit Shimizu Sensei in den letzten Jahren haben uns gezeigt, dass Tendoryu Aikido sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Die äußere »Leichtigkeit« und innere Ruhe, die Shimizu Sensei ausstrahlte, wurde immer wieder bewundert. Neben den eindrucksvollen Bewegungen waren es vor allem sei­ne Worte, die uns hier eine Vorstellung seiner Aikido-Philosophie gaben.

Als Shimizu Sensei 1999 sein Aikido zum ersten Mal auch in Ostberlin zeigte, verglich er die Bedeutung der Grundprinzipien mit einem stabilen Fundament, ohne das ein Haus (oder eine Brücke) einstürzt.

Wenn diese Fundamente beim Üben immer mehr verinnerlicht und stabiler werden, fuhren sie zu dauerhaften Verbindungen von Körper und Geist und sind ein wertvoller Beitrag jedes einzelnen Aikidoka.

Ein Besuch in Japan, um unter den wachsamen Augen von Shimizu Sensei im Tendokan zu trainieren, ist und bleibt für mich etwas ganz Besonderes.

Dort, unter den japanischen Aikidoka, die sich, wie Shimizu Sensei selbst, um uns »Gaijin«, bemühten, bekommt man leicht das Gefühl »Zuhause« zu sein. Und das inmitten des turbulenten Tokio.

Alle freundschaftlichen Kontakte der Aikidoka und die gegenseitige Unterstüt­zung helfen beim gemein­samen Brückenbau, in ganz Europa und bis nach Japan, damit Shimizu Sensei uns hoffentlich noch recht lange seine Erfahrungen lehren kann. - Dafür kann der Weg niemals zu weit sein.