Skip navigation

Grill Party

Kawaraban Nr. 91

06/2013

Tendokan Dojo Leiter Kenta Shimizu

Am 26. Mai fand auf dem Flachdach des Tendokan eine Grillparty statt. Zum ersten Mal gab es auf dem Dach Festlichkeiten, und bei gutem Wetter war die Stimmung wirklich ausgezeichnet.

Die Teilnehmer waren Kinder der Jugendgruppe von der 4. bis zur 6. Grundschulklasse, sowie Schüler der Mittelschule, Studenten und andere Personen, die aus der Jugendgruppe hervorgegangen sind. Einschließlich der Helfer waren wir etwa 50 Personen. Der Grund, warum wir für diese bestimmte Gruppe eine Grillparty geplant hatten, war die Absicht, eine starke Verbindung zwischen den verschiedenen Generationen zu bilden. Das Dojo kann für die jungen Schüler nur ein Ort des Aikido Trainings sein, deswegen wünschte ich mir, dass sie bei dieser Gelegenheit erfahren sollten, wie die älteren Teilnehmer und die Erwachsenen Aikido und seine Philosophie in ihrem normalen Leben praktizieren. Das kann man normalerweise mit Worten nicht leicht erklären, und dieser Lernprozess ist nicht einfach, auch wenn Erwachsene den Kindern ihre eigenen Erfahrungen direkt mitteilen.

Aus den oben genannten Gründen baten wir die normalen Mitglieder, nicht an der Party teilzunehmen, und so war die Party in erster Linie für die Jugendlichen gedacht. Vom Anfang bis zum Ende sollten alle mit Freude etwas Gemeinsames veranstalten.

Dieses Mal war der Einsatz des Schülers Akira Katou, den wir um Mithilfe gebeten hatten, besonders hervorzuheben. Herr Katou ist ein Spezialist für Außenaktivitäten, und er war von der Vorbereiten der Grill Party bis zum Aufräumen eine ganz große Hilfe.

Ich denke, dass die Kinder der Mittelstufe natürlich erst in Zukunft wie Erwachsene arbeiten werden, aber sie konnten jetzt zumindest durch das Beobachten des guten Vorbildes der Erwachsenen bei ihrer Arbeit etwas für ihr eigenes zukünftiges Verhalten lernen.

Es kann sein, dass diejenigen, die von Anfang an grillen mussten – besonders die Studenten und Erwachsenen – vielleicht nicht ausreichend zum Essen kamen, aber als wir die Kinder mit strahlenden Gesichtern sagen hörten: „Das wollen wir noch einmal machen!“, waren alle glücklich. Außerdem waren die Kinder der Mittelstufe, die zwar nur gegessen hatten, beim Aufräumen dabei, und das war eine große Hilfe. Auch bei schweren Arbeiten halfen sie ohne Murren mit. Tatsächlich wurde auch dort, wo ich nicht zugegen war, gut zusammengearbeitet, und es war offensichtlich, dass das Flachdach nach der Party sauberer war als vor der Party.

In letzter Zeit helfen mir Studenten beim Kindertraining, nachdem ich nahezu 10 Jahre allein die Kindergruppen geleitet hatte. Diese Studenten waren vorher auch in der Kindergruppe. Ich sage ihnen oft, dass sie sich so verhalten müssen, dass die Kinder sie bewundern, und das sage ich mir auch selbst.

Die wichtigste Methode, mit der man der Jugend etwas beibringen kann, ist – und das ist auch ein Teil der Lehre von Shimizu Sensei - dass man immer den Willen hat, sich immer weiter zu verbessern.

Das gilt nun auch für das normale Training. Man sollte beispielsweise nicht damit zufrieden sein, dass man viele Jahre trainiert oder den schwarzen Gürtel hat. Ich denke, wir sollten im Kopf behalten, dass was wir und die, mit denen wir trainieren, bewusst ‚hier und jetzt‘ leben sollten.

Beim der diesmaligen Grill-Party waren wir wegen der Fleischmenge etwas besorgt, aber es verschwand im Handumdrehen in den Bäuchen der Kinder. Nächstes Mal müssen wir die doppelte Menge bereitstellen!

© übersetzt von Ichiro Murata und Peter Nawrot, 10/2014